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Klar. Direkt. Wirksam. - Fabian Delugas verstärkt das IHR-Team

  • Autorenbild: IHR - Institut
    IHR - Institut
  • 1. Juli
  • 3 Min. Lesezeit

"Viele Organisationen funktionieren trotz ihrer Strukturen - nicht wegen ihnen."



Fabian Delugas kennen wir schon lange – als Einsatzleiter im Rettungsdienst, Vorstand im PSNV-Netzwerk und langjährigen Wegbegleiter des IHR. Ab Juli ist er nun offiziell Teil unseres Teams. Grund genug, ihn einmal genauer vorzustellen – in seinen eigenen Worten.



Fabian, schön, dass du dir Zeit nimmst. Starten wir ganz von vorne: Was hat dich ursprünglich in diese Welt gezogen?


Mein Einstieg war über den Schulsanitätsdienst und das Jugendrotkreuz. Mich hat früh die Kombination aus medizinischer Arbeit und Organisation gereizt. Im Laufe der Zeit habe ich gemerkt, dass ich besonders in dynamischen, unklaren Situationen wirksam bin: wenn es darum geht, schnell zu analysieren, Entscheidungen zu treffen und Struktur zu schaffen. Diese Mischung aus Verantwortung, Tempo und Sinn hat mich in dieser Welt gehalten.


Was war der Moment oder die Erkenntnis, die dich von der operativen Führung in die Beratung und Organisationsentwicklung geführt hat?


Es gab keinen einzelnen Moment, sondern eine klare Entwicklung: Ich habe immer stärker gesehen, dass die eigentlichen Herausforderungen nicht im einzelnen Einsatz oder im Tagesgeschäft liegen, sondern in der Art, wie Organisationen gebaut sind.

Mich interessiert nicht nur, wie man ein System gut führt, sondern wie man es so aufsetzt, dass es überhaupt dauerhaft funktionieren kann. Genau daraus ist mein Fokus auf Organisationsentwicklung entstanden. Gleichzeitig reizt es mich verschiedene Organisationen und Unternehmen kennenlernen zu können.


Du kennst das Gesundheits- und Sozialwesen von innen. Was siehst du immer wieder, was dich antreibt, etwas zu verändern?


Viele Organisationen funktionieren trotz ihrer Strukturen – nicht wegen ihnen. Prozesse hängen an einzelnen Personen, und historisch gewachsene Systeme werden selten wirklich hinterfragt.

Gleichzeitig sind Führungskräfte oft so stark im operativen Alltag gebunden, dass echte Steuerung kaum stattfindet.

Mich treibt an, Organisationen konsequent vom Auftrag her zu denken und so aufzustellen, dass sie unabhängig von Einzelpersonen funktionieren.


Du beschreibst dich als Sparringspartner auf Augenhöhe. Was bedeutet das konkret in der Zusammenarbeit mit Organisationen?


Ich gebe keine abstrakten Empfehlungen von außen, sondern arbeite konkret an den Themen, die gerade entscheiden. Das heißt: gemeinsam analysieren, klar priorisieren und die ersten Schritte direkt gehen - im Zweifel auch selbst Verantwortung übernehmen.

Ich sehe mich als Impulsgeber und Mitdenker, aber auch als Umsetzer, wenn es notwendig ist.

Auf Augenhöhe bedeutet für mich vor allem Klarheit und Ehrlichkeit. Dinge werden angesprochen, auch wenn sie unbequem sind, weil genau dort meist die eigentlichen Hebel liegen.


Woran merkst du in einem Prozess, dass sich wirklich etwas bewegt und verändert?


Veränderung beginnt für mich nicht bei Kennzahlen, sondern bei Klarheit. Ich merke, dass sich etwas bewegt, wenn Organisationen anfangen, sich konsequent an ihrem Ziel auszurichten und nicht mehr an Einzelinteressen oder gewachsenen Routinen. Ein zentraler Indikator ist, wenn Führungskräfte ihr eigenes Handeln hinterfragen und wieder aktiv steuern, statt nur zu reagieren. Ab diesem Punkt werden Entscheidungen besser und daraus entsteht echte Veränderung.


Ab Juli bist du festes Mitglied unseres Teams. Worauf freust du dich am meisten – und was nimmst du dir vor?


Ich freue mich darauf, mit einem Team zu arbeiten, das ich bereits kenne und in dem fachlicher Austausch auf Augenhöhe möglich ist.

Ich möchte insbesondere das Thema Interim-Management und die betriebswirtschaftliche Perspektive stärker einbringen und dazu beitragen, dass wir als Team noch klarer und interdisziplinärer arbeiten. Mein Anspruch ist, Dinge nicht lange zu diskutieren, sondern zügig wirksam zu machen.


Was inspiriert dich gerade – beruflich oder privat?


Mich beschäftigt aktuell, wie ich meine Arbeit in der Selbstständigkeit bewusst strukturiere und klare Routinen entwickle, die langfristig tragen.

Privat ist das Radfahren für mich ein wichtiger Ausgleich geworden. Die Verbindung aus Bewegung und Denken hilft mir, Abstand zu gewinnen und gleichzeitig klarer zu werden.

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